Einleitung
Wer einen Stahlwandpool im Garten aufbauen möchte, steht schnell vor der Frage: oberirdisch aufstellen oder teilweise einlassen?
Wir haben uns für einen teilweise eingelassenen Stahlwandpool entschieden. Dadurch wirkt der Pool deutlich hochwertiger, der Einstieg ist angenehmer und der Garten fügt sich optisch harmonischer zusammen.
In diesem Artikel zeigen wir unseren kompletten Aufbau – vom Aushub bis zum ersten Befüllen. Alle Bilder stammen von unserem eigenen Projekt.
Außerdem erfährst du, welche Materialien wir verwendet haben, worauf du achten solltest und welche Produkte wir heute wieder kaufen würden.
Das Ergebnis unseres Projekts
- ✅ Pooltyp: Stahlwandpool (teilversenkt)
- ✅ Durchmesser: 3,50m
- ✅ Teilweise in den Boden eingelassen
- ✅ Boden: verdichtet mit Rüttelplatte
- ✅ Untergrund: Poolunterlegmatten + Poolvlies+ Drainagevlies
- ✅ Dämmung: XPS-Platten/ConZero Rundschalung außen
- ✅ Hinterfüllung: Kies
- ✅ Bauzeit: 5 Tage
- ✅ Schwierigkeitsgrad: Mittel bis anspruchsvoll
Wichtig: Dieser Artikel beschreibt unseren persönlichen Aufbau und unsere Erfahrungen. Je nach Bodenbeschaffenheit, Poolmodell und Hersteller können andere Arbeitsschritte erforderlich sein.
Das erwartet dich
- Planung des Pools
- Aushub der Baugrube
- Untergrund vorbereiten
- Poolunterlegmatten und Poolvlies verlegen
- Stahlwand aufstellen
- Innenfolie einsetzen
- Poolwand dämmen
- Pool hinterfüllen
- Unsere Erfahrungen und Tipps
Das haben wir verwendet
Schritt 1 – Pool richtig planen
Bevor der Pool aufgebaut werden konnte, musste zunächst die Baugrube ausgehoben werden. Wir haben den Pool nicht vollständig versenkt, sondern nur teilweise eingelassen. Dadurch wirkt er später deutlich eleganter, ohne dass der komplette Garten umgestaltet werden muss.
Wichtig ist ein möglichst ebener und tragfähiger Untergrund. Bereits kleine Höhenunterschiede können später dazu führen, dass der Pool schief steht.
Unser Tipp:
Lieber 30–50 cm mehr ausheben als später keinen Platz mehr zum Arbeiten haben. Diese Erfahrung mussten wir leider machen und haben nachträglich nochmal abstechen müssen. Zusätzlich ist der Rand vorher immer wieder eingefallen. Das hat enorm Zeit und Nerven gekostet.
Schritt 2 – Grube ausheben

Der Aushub ist einer der aufwendigsten Arbeitsschritte. Wichtig ist, dass der Boden möglichst eben bleibt. Höhenunterschiede lassen sich später nur schwer ausgleichen
Schritt 3 – Untergrund verdichten
Jetzt wird der Boden gründlich verdichtet.
Dieser Schritt entscheidet später darüber, ob der Pool dauerhaft gerade steht.
Wir empfehlen, den Untergrund nicht nur einmal, sondern mehrfach abzurütteln.
Empfohlene Produkte
➡️ Rüttelplatte gemietet bzw. Nachbarn fragen
➡️ Richtlatte
➡️ Wasserwaage
Schritt 4 – Poolmatten verlegen

Nachdem der Untergrund vorbereitet war, haben ein Drainagevlies ausgelegt. Anschließend kamen die Poolunterlegmatten (Puzzlematten). Diese gleichen kleine Unebenheiten aus und schützen den Poolboden.
Darüber kam ein Poolvlies, das die Innenfolie zusätzlich vor Beschädigungen schützt.
Wegen der Kostenfrage haben uns bewusst gegen XPS-Platten unter dem Poolboden entschieden und stattdessen auf Poolunterlegmatten gesetzt.
Empfohlene Produkte
➡️ Poolvlies
Unser Tipp:
Verklebe die Matten oder Platten zusätzlich mit Gewebeband, damit sie beim Aufbau nicht verrutschen
Schritt 5 – Stahlwand aufstellen

Jetzt wird die Stahlwand eingesetzt.
Hier lohnt sich jede zusätzliche helfende Hand.
Die Wand lässt sich deutlich einfacher ausrichten, wenn mindestens drei Personen mitarbeiten.
Zusätzlich haben wir die Poolfolie schonmal in die Mitte, in die Sonne gelegt, dass sie ein wenig auf Temperatur kommt. Ist sie nämlich zu kalt, ist sie zu starr und du wirst denken du hast die falsche Folie. Ist sie zu warm, wird sie zu labberig und du wirst denken es ist die falsche Folie.
Schritt 6 – Poolfolie einsetzen und Wasser einfüllen


Nachdem die Stahlwand stand, konnte die Innenfolie eingesetzt werden.
Beim ersten Befüllen haben wir immer wieder Falten glatt gestrichen. Solange nur wenige Zentimeter Wasser im Pool sind, lassen sich die meisten Falten problemlos entfernen. Mehr als 3 cm sollten es nicht sein. Bei 5 cm war es schon gar nichtmehr möglich.
Dieser Schritt entscheidet später über das Erscheinungsbild des gesamten Pools.
Während der Pool langsam gefüllt wird, können kleine Falten noch entfernt werden.
Nimm dir dafür ausreichend Zeit.
Schritt 7 – Die Poolwand dämmen

Nachdem die Folie saß, haben wir die Außenseite des Pools mit XPS-Dämmplatten bzw. ConZero Rundschalung verkleidet.
Die Dämmung reduziert Wärmeverluste und schützt die Poolwand zusätzlich.
Gerade bei teilweise eingelassenen Stahlwandpools ist das eine sinnvolle Ergänzung.
Zum besseren Halt der Platten, schnürrten wir sie vorsichtig aber eng anliegend mit einfachen Spanngurten an die Stahlwand. Die Gurte haben wir beim Hinterfüllen mit Kies wieder entfernt, sobald Kies und Wasser sich gegenseitig gedrückt haben.
Empfohlene Produkte
➡️ Spanngurte
Schritt 8 – Pool hinterfüllen

Nachdem die Dämmung angebracht war, wurde der Bereich rund um den Pool mit Kies hinterfüllt.
Dafür haben wir uns ca. 5 Tonnen Kies bestellt. Von den Schubkarren habe ich nachts geträumt…
Dabei sollte das Hinterfüllen gleichmäßig erfolgen, während gleichzeitig Wasser in den Pool läuft. So werden einseitige Belastungen der Poolwand vermieden.
Das fertige Ergebnis

Nach mehreren Arbeitsschritten war unser teilweise eingelassener Stahlwandpool fertig.
Der höhere Aufwand hat sich aus unserer Sicht gelohnt. Der Pool wirkt deutlich hochwertiger als ein komplett freistehender Stahlwandpool und fügt sich harmonisch in den Garten ein.
Unsere Erfahrungen
Rückblickend würden wir einige Dinge genauso wieder machen:
- den Pool teilweise einlassen
- Poolunterlegmatten als Unterlage verwenden
- zusätzlich ein Poolvlies verlegen
- die Außenwand mit XPS dämmen
Vor allem die Dämmung und die Unterlage vermitteln einen hochwertigen Eindruck und geben uns ein gutes Gefühl hinsichtlich Langlebigkeit und Komfort.
Häufige Fragen
Kann man einen Stahlwandpool teilweise eingraben?
Ja. Viele Modelle sind dafür geeignet. Wichtig ist, die Herstellerangaben zu beachten und den Untergrund sorgfältig vorzubereiten.
Braucht man Poolunterlegmatten?
Sie sind nicht zwingend vorgeschrieben, bieten aber einen guten Schutz für die Poolfolie und gleichen kleine Unebenheiten aus.
Warum haben wir XPS nur außen verwendet?
Kostenfrage! Wir wollten die Poolwand dämmen und gleichzeitig Wärmeverluste reduzieren. Unter dem Poolboden haben wir stattdessen Poolunterlegmatten und Poolvlies verwendet.
Fazit
Ein teilweise eingelassener Stahlwandpool bedeutet zwar mehr Arbeit als ein freistehendes Modell, das Ergebnis überzeugt jedoch sowohl optisch als auch funktional. Mit einer sorgfältigen Vorbereitung des Untergrunds, Poolunterlegmatten, einem schützenden Poolvlies und einer Dämmung der Außenwand entsteht eine langlebige Lösung, an der man viele Jahre Freude haben kann.
Zum Schluss: Wir haben den Pool nach bestem Wissen und Gewissen aufgebaut und teilen hier unsere Erfahrungen. Da der Pool zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht über einen langen Zeitraum in Betrieb ist, können wir natürlich nicht garantieren, wie sich der Aufbau langfristig bewährt. Nutze diesen Bericht daher als Erfahrungswert und prüfe immer, welche Lösung für dein eigenes Projekt am besten geeignet ist.