So habe ich meinen Pool vorbereitet – inklusive Untergrund, Bautenschutzmatten und Rasenkantensteinen
Nachdem ich im letzten Jahr einen kleineren 3 × 3 Meter Pool einfach auf Rasenteppich aufgebaut hatte, stand für mich fest: Für den größeren Intex Prism Frame mit 4,67 Metern Durchmesser wollte ich den Untergrund deutlich professioneller vorbereiten.
Mir war wichtig, dass der Pool gerade steht, die Beine später nicht einsinken und die Poolfolie möglichst gut geschützt wird. Deshalb habe ich mich bewusst für einen aufwendigeren Aufbau entschieden.
In diesem Artikel zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich den Untergrund vorbereitet habe, welche Materialien ich verwendet habe und welche Erfahrungen ich dabei gemacht habe.
Das Wichtigste auf einen Blick
✔ Poolfläche etwa 30 cm größer als der Pooldurchmesser markieren.
✔ Rund 15 cm Mutterboden entfernen.
✔ Untergrund sorgfältig verdichten.
✔ Drainagevlies als Trennschicht verlegen.
✔ Eine Schicht Granitsplitt exakt mit Wasserwaage und Abziehlatten abziehen.
✔ Bautenschutzmatten als Unterlage verwenden.
✔ Unter jedem Poolbein Rasenkantensteine einsetzen.
✔ Erst danach den Pool aufbauen.
Verwendete Materialien
- Drainagevlies
- Granitsplitt
- Bautenschutzmatten
- Rasenkantensteine
- Gaffa-Tape
- Wasserwaage
- Abziehlatten
- Rüttelplatte
💶 Was hat mich das Projekt gekostet?
Wer einen Pool dauerhaft und stabil aufbauen möchte, sollte die Materialkosten nicht unterschätzen. Ich habe mich bewusst für eine langlebige Lösung entschieden und würde sie jederzeit wieder so umsetzen.
Die Preise können je nach Region und Händler unterschiedlich ausfallen. Zur Orientierung kannst du mit folgenden Materialkosten rechnen:
| Material | Ca. Kosten |
| Intex Prism Frame 4,67 × 1,07 m | ca. 450 € |
| Granitsplitt (ca. 2 Tonnen inkl. Lieferung) | ca. 250 € |
| Bautenschutzmatten | ca. 250 € |
| Drainagevlies | ca. 60 € |
| Rasenkantensteine | ca. 30 € |
| Gesamtkosten (ohne Werkzeug) | ca. 1.040 € |
Hinweis: Die Preise können je nach Region und Lieferkosten deutlich variieren.
Für diese Übersicht habe ich einen realistischen Marktpreis angesetzt. Werkzeuge wie Rüttelplatte, Wasserwaage oder Schaufeln sind in den Kosten nicht enthalten.
Warum ich den Untergrund komplett neu aufgebaut habe
Im ersten Jahr stand mein kleiner Pool lediglich auf Rasenteppich. Das funktionierte zwar grundsätzlich, allerdings merkte ich schnell, dass der Boden nicht dauerhaft eben blieb.
Für den größeren Pool wollte ich deshalb eine Lösung schaffen, die möglichst dauerhaft hält und gleichzeitig die Poolfolie schützt.
Da der Intex Prism Frame mit Wasser mehrere Tonnen wiegt, lohnt sich eine sorgfältige Vorbereitung aus meiner Sicht auf jeden Fall.

1. Poolfläche markieren
Zunächst habe ich den Bereich mit einer Schnur abgesteckt.
Dabei habe ich den eigentlichen Pooldurchmesser genommen und rundherum etwa 30 Zentimeter Zugabe eingeplant.
So hatte ich später genügend Platz zum Arbeiten und für den geplanten Kiesrand.
2. Etwa 15 cm Erde ausschachten
Anschließend habe ich den gesamten Bereich rund 15 Zentimeter tief ausgeschachtet.
Dabei habe ich versucht, möglichst gleichmäßig zu arbeiten, damit später möglichst wenig Material zum Ausgleichen benötigt wird.

3. Untergrund verdichten
Nach dem Ausschachten kam die Rüttelplatte zum Einsatz.
Diesen Schritt würde ich auf keinen Fall überspringen.
Ein nicht ausreichend verdichteter Untergrund kann sich später setzen und dazu führen, dass der Pool schief steht.

4. Drainagevlies verlegen
Bevor ich den Granitsplitt eingebracht habe, habe ich den gesamten Bereich mit Drainagevlies ausgelegt.
Der Sinn dahinter:
- Erde und Splitt vermischen sich nicht.
- Der Untergrund bleibt langfristig stabil.
- Wasser kann weiterhin versickern.
Dieser Schritt kostet nicht viel Zeit, verbessert den Aufbau aber deutlich.

5. Granitsplitt als Ausgleichsschicht
Auf das Vlies kam anschließend eine Schicht Granitsplitt.
Mit zwei Abziehlatten, einer langen Wasserwaage und viel Geduld habe ich die Fläche exakt eben gezogen.
Das war vermutlich der zeitaufwendigste Teil des gesamten Projekts.
Je genauer hier gearbeitet wird, desto einfacher wird später der Aufbau des Pools.

6. Bautenschutzmatten verlegen
Als Schutz für die Poolfolie habe ich Bautenschutzmatten verwendet.
Ich habe mich für Matten im Format 1 × 2 Meter entschieden.
Die einzelnen Matten habe ich anschließend mit Gaffa-Tape miteinander verbunden, damit beim Aufbau nichts verrutscht.
7. Rasenkantensteine unter jedem Poolbein
Dieser Schritt war mir besonders wichtig.
Ich habe den Pool zunächst ohne Wasser aufgebaut und die Position jedes einzelnen Standfußes markiert.
An diesen Stellen habe ich die Bautenschutzmatten ausgeschnitten und Rasenkantensteine eingesetzt.
Anschließend kamen die ausgeschnittenen Stücke der Bautenschutzmatten wieder auf die Steine, sodass auch dort eine weiche Unterlage vorhanden war.
Dadurch stehen die Poolbeine auf einem festen Untergrund und die Folie bleibt trotzdem geschützt.

8. Pool aufbauen
Erst jetzt habe ich die mitgelieferte Bodenfolie ausgelegt und den Pool vollständig aufgebaut.
Anschließend habe ich zunächst nur wenige Zentimeter Wasser eingefüllt.
So konnte ich alle Falten sorgfältig ausrichten, bevor der Pool komplett befüllt wurde.
Erst danach habe ich die überstehende Bodenfolie rund um die Poolbeine sauber ausgeschnitten.


Mein bisheriges Fazit
Ich würde den Aufbau genau so wieder machen.
Besonders bewährt haben sich für mich:
- die sorgfältige Verdichtung,
- das Drainagevlies,
- die exakt abgezogene Splittschicht,
- die Bautenschutzmatten,
- und die Rasenkantensteine unter jedem Poolbein.
Der Aufbau war zwar deutlich aufwendiger als im Vorjahr, dafür steht der Pool stabil und der Untergrund macht einen sehr hochwertigen Eindruck.
Das würde ich beim nächsten Mal anders machen
- Noch mehr Fotos von den einzelnen Arbeitsschritten aufnehmen.
- Den Kiesrand direkt nach dem Aufbau fertigstellen.
- Den Aufbau von Anfang an filmen – daraus ließe sich zusätzlich ein YouTube-Video oder mehrere Shorts erstellen.
Häufige Fragen
Reicht Rasenteppich als Unterlage?
Für einen kleinen Pool kann das funktionieren. Bei einem großen Pool mit mehreren Tonnen Gewicht würde ich jedoch einen stabileren Untergrund bevorzugen.
Warum Drainagevlies?
Es verhindert, dass sich Erde und Granitsplitt vermischen, und trägt zu einem dauerhaft stabilen Untergrund bei.
Warum Bautenschutzmatten?
Sie schützen die Poolfolie vor Druckstellen, kleinen Steinen und Unebenheiten.
Warum Rasenkantensteine unter den Poolbeinen?
Die Last der Poolbeine wird besser verteilt. Dadurch sinken die Beine bei weichem Boden deutlich weniger ein.
Fazit
Der Aufbau war arbeitsintensiv, hat sich für mich aber gelohnt. Der Pool steht stabil, der Untergrund wirkt dauerhaft belastbar und ich habe ein deutlich besseres Gefühl als bei meiner ersten Lösung mit Rasenteppich.
Wenn du bereit bist, etwas mehr Zeit in die Vorbereitung zu investieren, kannst du dir später viel Ärger ersparen.